Aufgenommen im Februar 2009
Das Grab der Schriftstellerin Henriette Julie Herz (1764-1847) besteht aus einem gusseisernen Grabkreuz, deren Enden in Dreipässen auslaufen und mit Sternen verziert sind. Diese Kreuze sind sehr oft auf Berliner Friedhöfen zu finden. Schinkel entwarf eine Reihe gusseiserner Grabmäler, von denen auch etliche im Katalog der Berliner Eisengießerei veröffentlicht wurden. Der ursprüngliche Entwurf zu diesem Grabkreuz war für den Chemiker Martin Heinrich Klaproth, dessen Grab sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof befand. Dieses Grabmal existiert heute nicht mehr. Jedoch befindet sich neben dem Grab Johann Gottfried Schadows eine gusseiserne Tafel, die zur Erinnerung an den großen Chemiker angebracht wurde. Auf ihr befindet sich, neben seinen Lebensdaten, auch die Abbildung des Grabkreuzes mit dem Hinweis auf Schinkels Urheberschaft.
(Quellen: Elisabeth Bartel: Die Königliche Eisen-Giesserei zu Berlin 1804-1874;
Hilbert Ibbeken, Elke Blauert: Karl Friedrich Schinkel-Das architektonische Werk heute)