Aufgenommen im August 2009

Schweizerhäuser fanden in der Zeit der Romantik im 19.Jahrhundert eine weite Verbreitung in europäischen Landschaftsgärten. Sie stellten das romantische Ideal von Naturverbundenheit dar und folgerichtig wurde meist die Gärtner- oder Bedienstetenwohnung darin untergebracht. Schinkels Bau entspricht nur dem Äußeren dem Schweizerhaus-Typ. Durch seine Proportionen und die Errichtung als Putzbau ist das Gebäude klassizistisch geprägt. Es wurde massiv aus Stein errichtet. Nur unter den Fensterbänken befinden sich aus Holz geschnitzte Rosetten. Der Sockel aus Steinmauerwerk imitierendem Putz und die halbrunden Fenster lassen das Gebäude kraftvoll erscheinen. Es befindet sich an der Südspitze der Pfaueninsel auf einer kleinen Anhöhe zwischen Schloss und Kastellanhaus. Vom Eingang aus bietet sich ein malerischer Blick auf die Havel.

(Quelle: Johannes Cramer; Ulrike Laible und Hans-Dieter Nägelke: Karl Friedrich Schinkel, Führer zu seinen Bauten, Band1)