Aufgenommen im März 2008

Nach Vorgaben von Prinz Karl entwarf Schinkel 1827 den Jägerhof. Es wurden Räume für die Jäger, Stallungen und Hundezwinger errichtet. Damit lautes Hundegebell die Herrschaften nicht störte, wurde der Jägerhof im nördlichsten Teil des Parks, weit weg vom Schloss angelegt. Die Gebäude wurden im Stil der englischen Tudor-Gotik errichtet. Auch diese Gebäude wurden nach dem Tod Prinz Karls dem Verfall preisgegeben. 1934 wurde, bis auf das Schloss, das gesamte Parkgelände an die Stadt Berlin verkauft. Der nationalsozialistische Oberbürgermeister Berlins, Dr. Julius Lippert, lässt sich 1935 den Jägerhof für eine persönliche Wohnung ausbauen und erweitern. Nach dem Krieg wird hier ein Lazarett eingerichtet und ab 1947 ein Kinderheim. Ende der 1970er Jahre wird das Gebäude im Zuge der Restaurierungsarbeiten größtenteils in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahmen stand das Gebäude bereits wieder leer. Es ist zu hoffen, das bald ein vernünftiges Konzept zur weiteren Nutzung gefunden wird.

(Quelle: Johannes Cramer; Ulrike Laible und Hans-Dieter Nägelke: Karl Friedrich Schinkel, Führer zu seinen Bauten, Band1)