Aufgenommen im März 2008

Das Schloss liegt in einem Park am Jungfernsee und der Glienicker Brücke. Staatskanzler Karl August von Hardenberg lässt 1815 erste Arbeiten von Schinkel durchführen, die aber vor allem den Innenausbau betrafen.Peter Joseph Lenne erhält 1816 den Auftrag für die Neugestaltung des Parks. Nach dem Tod Hardenbergs erwirbt König Friedrich Wilhelm III das Gut für seinen Sohn, Prinz Karl von Preußen. Er erteilte in den folgenden Jahrzehnten immer wieder Aufträge an Schinkel, L. Persius, C. D. Rauch, F. Tieck und P. J. Lenne für verschiedene Bauten im Park Klein Glienicke. Ab 1824 ist Schinkel mit der äußeren Umgestaltung des zum Schloss umgebauten ehemaligen Gutshauses beschäftigt. Er kombiniert hier den Klassizismus mit dem Italienischen Villenstiel, der die Strenge auflöst und durch die lockere Anordnung verschiedener Bauten eine ganz besondere Leichtigkeit ausstrahlt. Seit dem Tod Prinz Karls 1883 wird das Schloss kaum noch bewohnt und wird so dem Verfall preisgegeben. 1919 versteigern die Erben wertvolles Inventar. 1924 liegt das es verwahrlost da. Scheiben sind eingeworfen, das Dach ist undicht. Der 2. Weltkrieg gibt ihm den Rest. Erst ab 1957 werden Schloss und weite Teile des Parks instandgesetzt. Restaurierungsarbeiten, die bis in die heutige Zeit reichen!

(Quelle: Johannes Cramer; Ulrike Laible und Hans-Dieter Nägelke: Karl Friedrich Schinkel, Führer zu seinen Bauten, Band1)