Die 1812 erbaute Kirche war ein Rechteckbau unter Walmdach und hatte aus Kostengründen keinen Turm. 1815 wurde von Bauinspektor Dornsteinein ein Entwurf zum Bau eines Turmes in der Oberbaudeputation eingereicht. Da dieser aus Holz ausgeführt werden sollte, hatte Schinkel Bedenken "wegen des großen Holzaufwandes und der Feuergefährlichkeit des ...Turmes" und erstellte einen Gegenentwurf, der einen massiv erbauten Turm in Sichtziegelbauweise vorsah. Der Turm wurde dann im Jahr 1818/19 an der nördlichen Langhauswand errichtet. Auf einem quadratischen Sockel erhebt sich oberhalb der Traufe des ehemaligen Kirchenschiffs ein achteckiger Turm mit einem abgestumpften Helm. 1945 wurde die Kirche zerstört und blieb bis ca. 1974 als Ruine stehen. Danach wurde das Kirchenschiff abgerissen und der Turm als Baudenkmal restauriert.

(Quelle: Andreas Bernhard; Gert Streit: Karl Friedrich Schinkel, Führer zu seinen Bauten, Band2)