Aufgenommen im August 2012
Für den Schlosspark, der unter maßgeblicher Beteiligung von Peter Joseph Lenné und Fürst Pückler angelegt worden war, entwarf Schinkel zwei kleinere Gebäude. Im Schinkelmuseum hat sich ein Blatt erhalten, auf dem die beiden Gebäude mit der Vorder- und Seitenansicht sowie dem Grundriss dargestellt sind. Das obere Gebäude ist mit "Gartensitz" betitelt und existiert heute nicht mehr. Der zweite Entwurf trägt die Bezeichnung "Bleichhaus" und ist nur noch in Fragmenten erhalten. Es hatte die Form einen Antentempels, in dessen Vorhalle sich einst zwei Spülbecken befanden und die dahinterliegenden Räumlichkeiten als Wäscherei genutzt wurden. Später wurde der kleine Tempel wahrscheinlich als Eiskeller genutzt. 1957 wurde das Gebäude abgerissen. Nur die aus Raseneisenstein bestehende Vorderwand wurde vom Abriss verschont. Erst nach der Übernahme von Schloss Neuhardenberg durch den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) wurde, im Zuge der Wiederherstellung des Schlossparks, die Tempelfront wieder Aufgebaut und die dahinterliegenden Fundamente freigelegt.
(Quelle: u.a. Hans Kania, Hans-Herbert Möller: Karl Friedrich Schinkel Lebenswerk; Mark Brandenburg)