Aufgenommen im August 2008 und im Januar 2010

Unweit von Schloss Charlottenhof ließ sich der Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) über einen Zeitraum von ca. 15 Jahren ein Ensemble von verschiedenen Gebäuden errichten, die durch Pergolen miteinander verbunden sind und miteinander harmonisieren. Der kunstbegeisterte Kronprinz hat sich hier sein persönliches "Siam" ("Land der Freien" Königreich in Südostasien - heute Thailand), unter der fachkundigen Anleitung Schinkels geschaffen. 1829 wurde das Hofgärtnerhaus im Stiel eines italienischen Landhauses erbaut.1830 kam der Turm hinzu und der Pavillon am Maschinenteich in Form eines römischen Tempels. Im Jahre 1832 wurde das Gehilfenhaus errichtet, das durch einen Bogengang und der großen Laube mit dem Gärtnerhaus verbunden ist. Der Arkadengang zwischen Gehilfenhaus und Wassergraben wurde 1832/33 erbaut und diente zunächst als Orangerie. 1836-39 wurden die Bäder hinter der Arkade erbaut, die nun als Schauseite fungieren. Für die künstlerische Ausgestaltung lieferte Schinkel die Entwürfe. Für die Bauleitung war sein Schüler Ludwig Persius verantwortlich.

(Quelle: Johannes Cramer; Ulrike Laible und Hans-Dieter Nägelke: Karl Friedrich Schinkel, Führer zu seinen Bauten, Band1)