Die erste bekannte urkundliche Erwähnung des kleinen Ortes Tarmow stammt aus dem Jahr 1294. Bis 1571 war es im Besitz der Havelberger Bischöfe und gehört seitdem zum Amt Fehrbellin (ursprünglich: Bellin).
Anfang der 1830er Jahre entschloss sich die Gemeinde für einen Kirchenneubau. Erste Pläne wurden 1831 von Bauinspektor Heidfeld (Brandenburg) vorgelegt, die von Baukondukteur Pflughaupt umgearbeitet wurden. Diese Entwürfe wurden 1833 in der Berliner Oberbaudeputation (OBD) zur Revision eingereicht. Nach Bearbeitung der Pläne wurde Baukondukteur Friedrich Wilhelm Eduard Jacobi beauftragt, die Entwürfe nach den Angaben der OBD umzuarbeiten.
Der neue Entwurf orientiert sich nun an dem Normalkirchenplan Schinkels. So entstand ein 5-Achsiger Putzbau im Rundbogenstil unter einem Satteldach. Ein viergeschossiger Turm, mit einem Zeltdach bedeckt, steht auf quadratischem Grundriss an der nördlichen Giebelwand. In ihm befindet sich ein großes rundbogiges Eingangsportal.
Die Steine der 1834 abgerissenen Vorgängerkirche wurden für den Bau des Fundaments verwendet. Die benötigten Ziegel lieferte der Tarmower Lehnschulze Klein, die Formziegel stammen aus der Rathenower Ziegelei.
Die Errichtung der Kirche fand unter der Bauaufsicht des oben bereits genannten Baukondukteur Jacobi statt, die Bauausführung übernahm der Maurermeister Wilhelm Maaß aus Friesack.
Die feierliche Einweihung der neuen Kirche fand am 3.August 1835 statt.

(Quelle: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Denkmale in Brandenburg Band 13.2; Landkreis Ostprignitz-Ruppin)