Historische Ansichtskarten

Nach dem Preußen auf dem Wiener Kongress neue Gebiete zugesprochen bekam, zu dem auch Arnsberg gehörte, wurde hier 1816 der Regierungsbezirk Arnsberg gegründet. Da nun viele preußische Beamte zuzogen war es nötig, für diese eine evangelische Kirche zu errichten. Am Neumarkt entstanden viele klassizistische Gebäude, die größtenteils von den Beamten bewohnt wurden. Schinkel schlug einen Kirchbau in neogotischen Formen vor. Doch da der Kirchenneubau am Neumarkt erfolgen sollte, wurde eine klassizistische Kirche nach den Plänen von Regierungsbaurat Andreas Wilhelm Clemen errichtet. Schinkel war an den Planungen zum Bau der Kirche beteiligt und überarbeitete die Pläne gründlich.
Die Kirche ist ein Zentralbau auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes. In der Mitte erhebt sich ein Turm, der von einer begehbaren Galerie umgeben ist. Der Innenraum wird von acht dorischen Säulen getragen und ist ebenso wie Kanzel und Altar klassizistisch gestaltet. Im Jahre 1825 fand die Einweihung der Kirche statt. Da die Kirche für die in den Folgejahren gewachsene Gemeinde zu klein wurde, erfolgte 1890/91 ein westlicher Anbau. Somit steht die Kirche nicht mehr auf gleichschenkligem Grundriss, sondern hat westwärts einen verlängerten Kreuzarm.

(Quelle: Andreas Bernhard; Gert Streit: Karl Friedrich Schinkel, Führer zu seinen Bauten, Band2;
Ludwig Schreiner, Schinkel Lebenswerk-Westfalen)