Aufgenommen Ostern 2009

Das heutige Stadthaus in Düsseldorf steht direkt neben der Andreaskirche und gehörte bis 1785 zum Jesuitenkloster (Jesuitenkolleg). Seitdem wurde es von verschiedenen Behörden der Düsseldorfer Regierung genutzt. Zu diesem Zweck wurde es mehrfach umgebaut. 1823 reichte Baukondukteur Walger in der Oberbaudeputation Pläne für die Neugestaltung der Fassade ein. Schinkel begutachtete die Pläne und fertigte daraufhin einen eigenen Entwurf an, dessen Realisierung er auch durchsetzte. Er fertigte zwei Blätter mit dem Aufriss der Fassade und mit Detaildarstellungen an und sandte diese Pläne an Walger zurück. Der Bau dauerte von 1825-27. Die Fassade hatte 11 Fensterachsen und ein mittiges Enngangsportal. Doch schon kurz nach der Fertigstellung wurde die Fassade, unter Beibehaltung von Gliederung und Gestaltung, um weitere 8 Achsen verlängert. Bis 1953 befand sich übrigens auf dem Dach die erste Düsseldorfer Sternwarte, in der unter anderem auch der Physiker und Astronom Johann Friedrich Benzenberg (1777-1846) lehrte und forschte.

(Eva Brües, Schinkel Lebenswerk-Die Rheinlande)