Aufgenommen Ostern 2009

Schon 1821 lagen erste Pläne für den Neubau der baufälligen Kirche in Issum durch Bauinspektor Carl Gottlieb Herrman vor. Schinkel überarbeitete die Pläne in der Berliner Oberbaudeputation. Doch erst 1838 wurde auf Grund finanzieller und politischer Umstände mit dem Bau begonnen. Die Kirche ist ein rechteckiger Sichtziegelbau mit fünf Fensterachsen unter Walmdach und mit einem vorgestellten Glockenturm, der ursprünglich ein Pyramidendach enthielt. Im Inneren befindet sich eine, an drei Seiten umlaufende Empore. Kanzel und Liedertafeln stammen noch aus dem Vorgängerbau. Die feierliche Einweihung fand im August 1839 statt. In den Jahren 1891-1901 erfolgte die äußere Umgestaltung im Stil der niederländischen Renaissance. Dabei erhielt der Turm auch die schlanke Kirchturmspitze. 1968-70 erfolgten weitere Umbauten. Die Kirche erhielt nun Rechteckfenster und im Inneren wurde eine Flachdecke eingezogen. 1979 erfolgte der Einbau der nunmehr dritten Orgel in die Kirche. Seit 1985/86 stehen Kirche und angrenzendes Pfarrhaus unter Denkmalschutz. Durch die vielen Umbauten der vergangenen Jahre hat sich heute kaum noch etwas von der Schinkelschen Gestaltung erhalten. Dennoch ist die Kirche absolut sehenswert und passt sich gut in die Umgebung ein.

(Quelle:Eva Brües, Schinkel Lebenswerk-Die Rheinlande)