Die Kirche in Kokocko im Kreis Kulm (Chełmno) ist eine der wenigen Fachwerkkirchen Schinkels, die bis heute erhalten ist. Anschaulich ist hier erkennbar, wie mit wenigen finanziellen Mitteln ein qualitativ hochwertiger Kirchenbau entstanden ist. Trotz etlicher Hochwasserschäden befindet sich der Bau bis heute in einem guten Zustand.
1829 wurde in der Berliner Oberbaudeputation (OBD) ein Entwurf zur Errichtung einer Kirche eingereicht. Außer dem Entwurf zu einer Kanzel von Schinkels Hand haben sich keine weiteren Unterlagen erhalten. Da aber die Kirche der Formensprache Schinkels entspricht, gilt ihre Zuschreibung heute als gesichert.
Die Kirche ist ein siebenachsiger Rechteckbau unter einem Satteldach. Ein hölzerner Turm erwächst aus dem Westgiebel, dessen Turmuntergeschoß eine kleine Vorhalle bildet. Das Fachwerk kommt ohne sichtbare Querverstrebungen aus.
Der Innenraum ist ein flach gedeckter Emporensaal. Decke und Emporen werden von dorischen Säulen getragen.
1834 wurde die Kirche ihrer Bestimmung übergeben.

(Quelle:Eva Börsch Supan, Schinkel Lebenswerk-Die Provinzen Ost- und Westpreussen und Herzogtum Posen)